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Wintertagung 2026 – «Und wenn die Fichte doch ausgeht?» und MainWood im Fokus

  • vor 48 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Dübendorf, 29. Januar 2026


@ S-WIN

Unter dem Thema «Und wenn die Fichte doch ausgeht?» versammelte das Netzwerk S-WIN am 28. und 29. Januar 2026 Fachleute aus Forschung, Industrie und Verwaltung zur Wintertagung in Dübendorf. Im Zentrum stand zudem das ETH-Verbundprojekt «MainWood - mainstreaming wood in construction», das erste Erkenntnisse zur zukünftigen Entwicklung der Holzbranche präsentierte.

 

Forschungsergebnisse und Zukunftsperspektiven

Am Arbeitstag in der Akademie der Empa wurden zentrale Resultate des MainWood-Projekts vorgestellt. Den Auftakt machten Analysen zur Waldentwicklung: Während ein Temperaturanstieg von +4 Grad früher als Extremszenario galt, bildet dies heute die neue Basis der Modellierungen. Die Ergebnisse verdeutlichen, den starken Rückgang der Fichte. Wie viel Nadelholz zukünftig in den Schweizer Wäldern geerntet werden kann, hängt jedoch auch stark vom gewählten Bewirtschaftungsszenario ab – setzt man den Schwerpunkt auf die Biodiversität oder auf eine möglichst grosse Holzproduktion. Diese Akzeptanz verschiedener Bewirtschaftungsszenarien und das Bereitstellen neuer Sortimente war auch Thema einer vorgestellten Umfrage bei Forstbetrieben.  Weitere Themen waren Spaltstäbe für Holzwerkstoffplatten und faserverstärktes Brettschichtholz für robuste Tragwerke.

 

Strategien für eine Branche im Wandel

Unter der Leitfrage «Und wenn die Fichte doch ausgeht?» diskutierten Expertinnen und Experten anschliessend Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette. Themen waren unter anderem Entwicklungen und Strategien der europäischen Sägeindustrie, die Nutzung bislang wenig verwendeter Holzsortimente für tragende Bauteile sowie Anforderungen an die Klebstoffindustrie.

Eine hochkarätig besetzte Paneldiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Ingenieurwesen und Bundesverwaltung griff die Erkenntnisse auf und beleuchtete mögliche Wege für eine resiliente und nachhaltige Holzbranche. Ein zentraler Punkt war die effizientere Allokation: Da derzeit nur ein geringer Anteil des geernteten Holzes tatsächlich verbaut wird, besteht trotz des Rückgangs der Fichte enormes Potenzial. Die Experten forderten, dass das Holz zumindest in den ersten Nutzungszyklen «vom Feuer ferngehalten wird» und vermehrt im Holzbau verwendet wird.

 

Fazit

Die Wintertagung machte deutlich, dass die Zukunft des Holzbaus stark von Innovation, interdisziplinärer Zusammenarbeit und einem bewussten Umgang mit Ressourcen abhängt. Neue Materialien, alternative Rohstoffe und fundierte Marktanalysen können dazu beitragen, den Holzbau langfristig zu stärken und gleichzeitig ökologische Ziele zu unterstützen.

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