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Zweite Dialogplattform "Holzbasierte Bioökonomie Schweiz"

Am 05. Dezember 2023 diskutierten wir mit Vertreterinnern und Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Holzforschung und Wirtschaft, die holzbasierte Bioökonomie in der Schweiz.

Das S-WIN Team präsentierte den Stand des Faktenblatts «Holzbasierte Bioökonomie Schweiz», welches zum Ziel hat, einen Überblick über die Herausforderungen und Möglichkeiten der holzbasierten Bioökonomie in der Schweiz liefern. Es wird mit SATW – Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften & SKB – Schweizer Koordinationsausschuss für Biotechnologie erarbeitet.

Das Faktenblatt soll mit eindeutigen und mit der Branche abgestimmten Inhalten als aktuellste Diskussions- und Entscheidungsgrundlage dienen.

Der Fokus des Faktenblatts liegt auf Bioproduktewerken und der Verwertung von Altholz als neue Technologien in der holzbasierten Bioökonomie in der Schweiz. Die Waldwirtschaft, der Holzbau und die Holzenergie werden zwar nicht vertieft untersucht, werden jedoch als Kern der aktuellen holzbasierten Bioökonomie in der Schweiz  im Faktenblatt ebenfalls in Kontext gesetzt.

Florentine Hilty stellte Weidman Fiber Technology, ein Schweizer Startup mit weltweiter Präsenz vor. Weidmann Fiber Technology ist ein Beispiel für Produkte aus dem Bioproduktewerk, entwickelt in der Schweiz und produziert im Ausland – dort, wo das Produkt benötigt wird. 

Ingo Burgert, ETHZ, und das MainWood Projektteam gaben einen Einblick in ihr Forschungsprojekt, dessen Schwerpunkt die kreislaufbasierte Holzwirtschaft und innerhalb derer u.a. die effiziente Nutzung von Holz von niedriger Qualität als Baustoff untersucht wird. Das Projekt soll die holzbasierte Bioökonomie in der Schweiz mit Erkenntnissen zur Kreislaufführung im Holzbau, der effizienten Ressourcennutzung und Materialentwicklungen unterstützen.




Aus Diskussionen ging hervor, dass Bioproduktewerke in der Schweiz nur selbsttragender Teil der Bioökonomie werden können, wenn...

  • Ein Markt für Produkte mit hohem Wertschöpfungspotential vorhanden ist, da für den Standort Schweiz eher kleine Produktionseinheiten denkbar sind

  • Die Rohstoffe für die Produktion von hochwertigen Produkten in der Schweiz verfügbar sind (z.B. Nebenprodukte aus der Papierproduktion)

  • Andere Biomassen als Holz (zusätzlich) als Ausgangsstoffe verwendet werden

Jedoch scheint die Forschung und Entwicklung für holzbasierte chemische Stoffe und die Lizenzierung der Technologie für die Produktion im Ausland (wo die nötigen Rohstoffe verfügbar sind oder das Produkt einen Markt hat) rentabel zu sein.

Die Teilnehmenden sprachen dafür aus, dass das Bedürfnis nach Mengengerüsten je verfügbare Holzqualitäten und möglicher Anwendungsbereiche besteht, um so mögliche Rohstoffmengen für die Produktion (neuer) Produkte einplanen zu können.   Entsprechend wäre eine Bioökonomiestrategie für die Schweiz sinnvoll, um Stossrichtungen und wissenschaftlich fundierte Konzepte zur ressourceneffizienten und nachhaltigen Land- und Ressourcennutzung festzulegen. Zudem könnte der Holzkreislauf mit der Aufwertung von Reststoffen (Altholz) aufgebaut werden und die die Zusammenarbeit zwischen Politik, Forschung und Industrie damit gefördert werden.

 

Abgeschlossen wurde der informative Anlass mit einer Führung im Structural Engineering Lab der ETHZ, welche mit einem spektakulären Holzbau-Materialtest beendet wurde.


Vielen Dank allen Beteiligten für ihre Inputs und die aktive Teilnahme!


Feedback, Input, und Fragen zur Zukunft und den Arbeitsthemen der Holzbasierten Bioökonomie in der Schweiz sind sehr willkommen.




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